MINI und die VLN

[Fotostrecke] MINI bei der VLN

Am 27.04.2013 tobte bei ziemlich bescheidenem Wetter der 2. VLN Lauf auf unserer guten Nordschleife. Auch für die MINI fahrenden Teams war dieser Lauf quasi die Generalprobe für das im Mai kommenden 24h-Rennen. In diesem Artikel hab ich dazu schon etwas geschrieben. Noch gar nichts ist hier bisher aber zu den teilnehmenden MINI Rennfahrzeugen geschrieben beziehungsweise Fotos gezeigt worden.

Fotostrecke

 

2. VLN Lauf 2013

Spontanbesuch Nordschleife – VLN Rennen

Dröges Wetter und eine neue Kamera die getestet und quasi eingeschossen werden muss. Was gibt es da besseres als mal schnell die 200 km zur Nordschleife zu ballern und dort die ersten Schüsse zu Wagen. Passt natürlich super weil dort auch der 2. VLN Lauf im Tahmen des 55. ADAC ACAS H&R-Cup über die Bühne gehen sollte. Der Termin versprach eine Top-Besetzung des Starterfeldes weil es auch so etwas wie eine Generalprobe für das kommende 24h-Rennen werden sollte. (mehr …)

BMW 3 Series

316i im Sauerland Wintertest

Sachen gibt es die gibt es besser nicht. Mein Skoda Octavia Firmenwagen wurde wieder als Prellbock benutzt. Am helllichten Sonntag klingelten die Cops an der Tür und fragten ob ich der Fahrer des schwarzen Octavia’s wäre. Instinktiv hätte ich beinahe NEIN gesagt, aber leugnen war ja zwecklos 😉

Drauf gefahren – mal wieder

Ein funkelnagelneuer Dienstwagen der Daimler Benz AG stand in meinem Kofferraum, weil der Fahrer mit den auf der Rückbank angeschnallten Kindern rumhampeln musste – bääm. Am rechten Fahrbahnrand stand mein Octavia und bescherte mir so wieder einen Unfallleihwagen. Einen BMW 316i, Limousine, mit zarten 450 km auf der Uhr. Endlich ein Hecktriebler!! (mehr …)

MINI Clubman (R55)

Diverse Innenraumlampen durch LEDs beim MINI ersetzen

Gestern war es soweit, die vor einigen Wochen bei Hypercolor bestellten LED’s sollten endlich in unseren MINI Clubman eingebaut werden. Diese kleine Anleitung sollte auch bei den anderen MINI Modellen genauso zum Ziel führen:

  • MINI Hatchback R56
  • MINI Cabrio R57
  • MINI Coupe R58
  • MINI Roadster R59

[box type=alert]Bitte beachtet das die Umrüstung von Standlicht und Kennzeichenbeleuchtung den Freunden vom TÜV nicht besonders gefallen wird. Deswegen alle unten folgenden Angaben ohne Gewähr bzw erfolgt die Nutzung auf eigene Verantwortung![/box]

In dieser ersten Phase wurden die folgenden LED’s wie folgt verbaut.

Standlicht vorne

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Hier sollten unbedingt LED’s mit Check Widerständen verbaut werden. Die Verwendung ohne die Widerstände wird den Bordcomputer zu Fehlermeldungen verleiten.

Artikelnummer bei Hypercolor: 10

2er Set LED Standlicht W5W axial

Ziemlich fummeliger Einbau. Besser Vorderräder ab um so besser im Radhaus arbeiten zu können. Nach Abbau der Räder die Wartungsöffnungen hinter der Stoßstange aufdrehen und die, gesteckten, Sockelbirnchen ersetzen. Darauf achten das die Wartungsdeckel fest und dicht sitzen. Sicherheitshalber die alten Birnchen nicht wegwerfen sondern behalten, falls es bei TÜV oder Rennleitung Probleme gibt.

Kennzeichenbeleuchtung

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Auch hier müssen wieder LED’s mit Checkwiderständen verbaut werden damit der Bordcomputer nicht Alarm macht. Leider sind die die LED’s mit Widerständen etwas teurer als LED’s die ohne Widerstände ausgestattet sind.

Artikelnummer bei Hypercolor: 210

2er Set LED Kennzeichenlampen W5W radial

Der Einbau ist easypeasy. Einfach die Leuchtenträger, am besten mit einem flachen Holz oder Kunststoffbeitel, aushebeln und dann den Lampensockel komplett rausdrehen. Gesteckte Glassockelbirne durch die neue LED ersetzen und alles wieder einbauen.
[box type=success]Tipp!
Die Leuchtenträger müssen jeweils, in Fahrtrichtung gesehen, rechts ausgehebelt werden![/box]

Handschuhkastenbeleuchtung

6_0Hier kann eine LED ohne Checkwiderstand verbaut werden. Dieses mal keine Glassockellampe sondern eine 38 mm Sofitte. Da die Biester richtig warm werden müsst ihr unbedingt eine Soffitte mit Kühlkörper verwenden.

Artikelnummer bei Hypercolor: 185

Power LED Soffitte 38mm

Ähnlicher Umbau wie bei bei den Kennzeichenleuchten. Leuchtenträger raus hebeln und die Soffitte ersetzen 😀
[box type=success]Tipp!
Die Soffitten werden verdammt heiß! Zieht vor dem Wechsel der Soffitte den Kabelstecker ab. Die Lampe geht aus und kühlt ab, kann dann schmerzfrei gewechselt werden 😉 [/box]

Zentrale Himmelbeleuchtung

12_0Hier wird jetzt wieder, wie bei den Standlichtern, eine Axial LED verbaut. Axial deswegen weil der Lampensockel senkrecht montiert ist und das Licht so nach unten abstrahlen soll.

Artikelnummer bei Hypercolor: 85

Standard LED Lampe W5W axial

Zum Umbau einfach die ovale Streulichtscheibe mit dem flacken Hölzchen oder den Fingernägeln abziehen und die Glassockellampe gegen die LED tauschen. Streulichtscheibe wieder draufklipsen und fertig!

Fußraumbeleuchtung Fahrer und Beifahrerseite

3_0Die jetzt zu verbauenden LED’s sind im Grunde die Standard LED’s die im Rudel im MINI Clubman (R55) verbaut werden. Ganze 7 Stück können verbaut werden. In dieser ersten Umbauphase werden nur die Fußraumleuchten ausgetauscht.

Artikelnummer bei Hypercolor: 155

Standard LED Lampe W5W radial

Der Umbau hier ist auch problemlos zu machen, allerdings artet dies in eine „Kopfnachunten“ Tätigkeit aus. Nix für die ganzen Rückengeschädigten :) Und die blauen Flecken von Handbremse oder und Schaltknüppel vergehen auch wieder. Leuchtenträger aushebeln, Lampensockel rausdrehen und mit der LED tauschen. Achtet hier darauf das die kleinen Leuchtkörper in die richtige Richtung scheinen. Am besten aus der Lampe raus und nicht hinein!

Das soll es auch schon mit dem ersten Teil dieser kleinen Serie gewesen sein. Sinngemäß sollten diese Infos auch für den MINI Hatchback (R56) anzuwenden sein und eventuell, bis auf die Deckenbeleuchtungm auch bei MINI Cabrio (R57) anzuwenden sein. Ob dies auch für den MINI Countryman (R60) gilt entzieht sich mir.

Im zweiten Teil werden noch die fehlenden 5 Standard LED W5W radial die Glassockellampen in den Türen und dem Kofferraum ersetzen. Frühjahr soll es soweit sein!

Was ist der Unterschied zwischen Axial und Radial

Das sollte eigentlich schon aus dem Worten hervorgehen aber ich versuche es jetzt hier einmal etwas bildlicher zu erklären.

Axial

Streckt euren Zeigefinger einmal aus und schaut, der Länge nach vom Handrücken, zur Fingerspitze. Axiale LED’s leuchten in der gleichen Richtung bzw geben in einer Achse ihr Licht ab.

Radial

Nehmt wieder euren Finger und streckt ihn aus. Diesmal jedoch wäre euer Fingernagel das Leuchtmittel. Dieses strahlt radial ab. Radius ist ja bekanntlich ein halber Kreis 😀

Hypercolor

War mein erster Kontakt zu diesem Ausrüster und alles hat echt gut geklappt. Saubere Website mit ordentlichem Shop. Passende Fotos zu allen Artikel und verständliche Beschreibungen.
Reichliche Zahlungsarten, fixer Versand und 3 Jahre Garantie auf die LED’s!!
SUPER!

MINIs bei der Olympiade 2012

MINIs transportieren Wurfgeräte bei der Olympiade

Olympia 2012

Na das passt doch vom allerfeinsten zu Steffis neuem Mini.
Von der Olympiade konnten wir ja wegen unserem schönen Urlaub nicht ganz so viel sehen. Das bißchen was wir so mitbekommen, konnten wir erst in den letzten Tagen sehen. Leider zeigen die Fernsehbilder dabei auch immer einen sehr beschränkten Ausschnitte. Details im Hintergrund tauchen immer nur Sekundenbruchstücksweise auf. Aber um genau so ein kleines, das sind ja bekanntlich oft die schönsten, Detail geht es hier.

Aport

Bei den Wurfdisziplinen wie Diskus werfen, Kugel stossen oder Speer werfen konnte man im Hintergrund immer so kleine bunte Teile erkennen; welche parallel zur Wurfbahn rumflitzten und immer brav die Sportgeräte aus dem Feld fuhren. Und gestern Abend, beim Speerwurf der Frauen, gab es die kleinen gefährte dann endlich mal kurz im Vollbild und bestätigten meine Vermutung. Es handelte sich wirklich um kleine Mini Cooper Modelle! Auf den ersten Blick dachte ich, dass es sich um kleine Clubman Modelle handeln würde was aber nicht richtig ist. Mini One in einer poppigen Lackierung düsen da rum. Schaut dazu einfach die folgenden Videos an. Beim genauen hinsehen sieht es sogar so aus als wenn die Autos keine schnöden Elektromotoren sondern kleine Verbrennungsmotoren besitzen. Sehr cool!

PS: Je länger und öfter die Videos angesehen werden, um so mehr erscheint es als wenn es auch einen Clubman und sogar einen Countryman dabei hätte.

Die Videos dazu

MINI Clubman

Be MINI – der Clubbie ist da

Endlich ist es soweit und ein heimlicher Herzenswunsch meiner Steffi ist erfüllt worden.

Heute konnte Sie Ihren neuen, gebrauchten, Mini Clubman von BMW procar in Unna abholen.
Wunderhübsch die beiden. Ich denke Sie wird dazu noch einen extra Artikel schreiben, aber hier in Stichworten was zu dem kleinen:

 Mini Clubman

schwarz mit zwei weißen Streifen auf der Front und dem Heck,
Doppelglasdach mit einem grauen Union Jack,
Dachreling für den Transport eines Seekajaks,
Union Jack am Innenspiegel und verchromte Spiegelkappen,
fette 18″ John Cooper Works Felgen mit nagelneuen Bridgestone Gummis,
1,4 l mit 70 kw

SEHR GEIL

Hier die ersten Fotos

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Fahrbericht VW Golf 6 Variant

Autoverleiher lieben die Modelle aus Wolfsburg! Behaupte ich jetzt einfach mal. Sixt, Europcar und wie sie alle heissen möchten mit wenig Aufwand zufriedene Kunden, am liebsten vielfahrende Firmenkunden, haben die regelmäßige Kontingente abnehmen. So erkläre ich mir das ich bei den ganzen Firmenleihwagen (ja der Octavia ist noch immer nicht da) so oft einen VW Golf bekommen habe (Artikel). Dieses mal war es ein

Golf VI Variant 1,6 TDi

Übergabe war wieder am Dortmunder Flughafen, übrigens eine nette Location zum Auto abholen da die guten Stücke schön im überdachten Parkdeck warten – nix Sonne, Regen oder Schnee. Das Ausstattungspaket war wieder ein mit dem Style Paket aufgepimpter Trendline. Metalliclackierung, schicke Leichtmetallfelgen, abgedunkelte wärmedämmende Verglasung im Fond und Kofferraum, vollständige Ausstattung im Innenraum und tolle Sitze. Leider  fehlte es dem Kollegen an Schub da er von Europcar mit dem kleinen 1,6 L Dieselmotor gestellt wurde. Mit seinen 105 PS / 77 kw produziert er zwar schon ab 1.500 U/min ein Drehmoment von 250 Nm aber Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen *der Euro ist schon im Phrasenschwein*. Mal sehen wie dieser seinen Dienst verrichtet. Aber nun erstmal alles betrachten was der Variant so mitbringt.

Innenraum Streber

Wer diesem Innenraum nix abgewinnen kann, hat ein echtes Problem. Zum silbernen Metallic Lack perfect passende schwarze Innenausstattung, dezent plazierte Chromapplikationen hier und da, tolle Ergonomie. Alle Schalter und Bedienelemente sind da wo sie hingehören, die Vordersitze sind in der Weite und Höhe verstellbar und bieten eine tolle Seitenführung, das Lenkrad ist vertikal und axial einstellbar. Auch das Multimediacenter ist intuitiv zu bedienen und selbst die Navifunktionen sind ohne Handbuch abruf- und nutzbar – Klasse. Die Kombiinstrumente lassen sich gut ablesen und per Fingertipp auf den, rechts vom Lenkrad angebrachten, Multifunktionshebel alle Zusatzinfos aus dem Bordcomputer ablesen. Wegen der Style-Ausstattung gab es hier auch noch ein Goodie on Top, nämlich die eigene Konfiguration der Komfortschließung. Auto fährt los- Türen werden verriegelt – gut ist! Haben leider nicht alle Ausstattungen und wem einmal in Rom die Rückbank an der Ampel geplündert wurde wird dieses Goodie zu schätzen wissen.
Elektrische Fenster- und Glasdachheber/öffner sind selbstverständlich mit Blockierschutz und lassen ein Einklemmen von Händen und Armen nicht zu. Isofix Kindersitzadapter auf den beiden äußeren Rücksitzen sind ebenfalls eine feine Sache.

Der leider nicht elektronisch(per Funkfernbedienung) zu öffnende Kofferraum packt richtig was weg. Unsere 110 L Paddeltasche ( Northface Duffel Bag) passt locker quer hinter die Rückbank und gibt dann immer noch ausreichend Volumen ab um weiteres sperriges Outdoorgeraffel mit reinzupacken. Nett das es auch ein Ladungsschutznetz direkt dabei hatte. Beim Bremsen nach vorne fliegende Ladungsteile sind so Geschichte.

Doppelter Ladeboden – Sinn oder Unsinn?

Der Golf hatte diesen doppelten Ladeboden im Kofferraum. Allerdings erschließt sich mir nicht so 100% der Sinn und Nutzen. Klar kann ich da einiges an kleineren Utensilien reinpacken und hab so den Kofferraum immer hübsch aufgeräumt. Aber dafür kann ich auch genauso die in den Seitenwangen versteckten Staufächer nutzen, denn wenn die Hütte vollgepackt ist komme ich an diese  Ablagen viel einfacher ran! Wer mir hier den ultimativen Einblick liefern kann, bitte in den Kommentaren melden – danke.

Fahrspaß inklusive

Der Golf Variant an sich macht echt Laune, auch wenn ich die Motorisierung mit den 105 PS als zu wenig empfinde. Agil, gut überschaubar und klasse zu händeln, so zeigte sich der Golf auf den ersten Kilometern Richtung Unna. Ich fahre vom Dortmunder Flughafen, um zwei Fahrwerksmerkmale zu erleben, immer über die Autobahn nach Unna. A44 Richtung Werl bis zum Kreuz Unna und am Kreuz Unna auf die A1 Richtung Bremen bis Unna Zentrum für die Ortskundigen. Jedenfalls kurz vor dem Kreuz Unna bietet die Abbiegespur ein paar richtig heftige Bodenwellen die bei Temp0 120+ km/h das Eintauchverhalten des Fahrwerks schon ordentlich beanspruchen. Viel interessanter ist es aber hier zeitgleich einzulenken und abzubremsen. Hier konnte ich schon mit einem Opel Astra und einem Ford Focus Dinge erleben die nicht mehr spaßig waren, aber der Golf zog stur seine Bahn. Kein verreißen des rechten Vorderrades während des eingelenkten Bremsen, kein stempeln der entlasteten Hinterachse – geil!

Auch die nachfolgende, mit wechselndem Radius enger werdende, Kurve ließ sich der Wagen nicht aus der Ruhe bringen. Zwar mit etwas seitlichem Nicken aber an einer Linie zog der Variant hier mit knappen 90 km/h durch die Kurve – easypeasy bei trockener Fahrbahn. Ordentlich.
Auch im Innenstadtgewühle der Unna’er City zeigte er keine Schwächen. Parkplätze ließen sich gut einflutschen und auch  schnelle Spurwechsel gelangen problemlos. Dabei freute es meine Frau auch sehr über die Sitzhöhenverstellung und Übersichtlichkeit des Wagens. Auch ohne Parkdistancecontrole vorne und hinten (PDC) wusste sie stets wo das Auto zu Ende war :-)

Unauffälliges Motörchen

Die kleine Dieselmaschine machte mir jedenfalls keinen Spaß, dieses Aggregat gehört in einen Polo aber nicht in einen Golf. Zu wenig Reserven für die Autobahnfahrten, etwas brummig im Stadtverkehr. Hmm – nicht Fisch nicht Fleisch.
Unauffällig auch sein Verbrauch der allerdings im Vergleich zu dem 2,0 L TDI auch nicht so viiel geringer ist. Ganz nett ist, das der 1,6er etwas schaltfauler zu fahren ist; allerdings ist das flotte schalten mit dem 6-Gang Getriebe auch kein Problem. Interessanterweise ist der 1,6er im Golf viel deutlich leiser als der gleiche Motor in einem Skoda Fabia Modelljahr 2009. Ob der Fabia jetzt eine frühere Motorenbaureihe besitzt oder der Golf eine bessere Geräuschdämmung – keine Ahnung.

Mein Fazit

Toller Wagen in einer perfekten Größe, Passat muss nicht sein. Die Style Sonderausstattung macht aus einem VW Trendline einen klasse ausgestatteten Wagen dem es fast an nichts fehlt. Allerdings verliert der Golf an Fahrspaß durch den 1,6 L Diesel Motor aus dem VW Regal. Die 105 PS sind für einen Wagen mit 1.445 kg Leergewicht zu knapp. Hier jetzt noch einen genauso schweren Wohnwagen dranzuhängen plus 535 kg Zuladung führt meiner Ansicht nach zu einem unfahrbaren Gespann :-(
Mit dem optionalen 2,0 Liter Dieselmotor ein nahezu perfekter Wagen der Kompaktklasse.

[box type=infobox]Als ich diesen Wagen über knappe 4 Wochen fahren durfte hatte ich leider nicht einen Gedanken später einen Autoblog zu schreiben. Genau deswegen kann ich leider keine eigenen Fotos liefern :-([/box]

 

VW Golf Plus Mod 2009

Angetestet: Golf Plus "Style Edition" 2.0 TDI

Immer noch Wartezeit auf den bestellten Skoda Octavia 2.0 TDI Firmenwagen :-(
Als Überbrückung kam deswegen von der Firma ein von Europcar geliehener VW Golf Plus zu mir. Golf Plus “ .. och nöö“ war mein erster Gedanke als ich den Wagen am Dortmunder Flughafen übernehmen sollte. “ … bitte nicht so eine Rentnerkarre“ ging mir durch den Kopf. Aber wie heisst es im Ruhrpott so schön:

Versuch macht kluch

Bei genauer Betrachtung war es ein 2.0 TDI mit dem Sonderausstattungspaket Style. 103 kw/140 PS und dem klassischen 6-Gang Schaltgetriebe, dazu das Technikpaket, Parkassistent sowie der doppelte Gepäckraumboden. Die Unverbindliche Preisempfehlung lag dabei bei knappen 29.500,- Euro. Hmm, ganz schön viel Auto für das Geld. Viel Auto soll heissen das es auf die Basis eines Golf Trendline noch jede Menge Extras on Top (Link zur Ausstattungsliste) gibt.

Die erste genauere, äußerliche, Betrachtung des Wagens fiel dann auch ausgesprochen positiv aus. Metallic Lack, schicke Leichtmetallfelgen, abgedunkelte Scheiben im Fond und eine silberne Dachreling. Sehr chic allerdings keine Xenon-Beleuchtung. Dafür wäre diese als Zusatzausstattung für weitere 1.325,- € zu beziehen.

Genauso chic geht es dann innen weiter. Elektrische Unterstützung wohin ich auch schaue. Fensterheber, Glasdach, alles fein per Knopfdruck zu bedienen. Klimaautomatik, Sitzheizung, Navi, der Parkassistent und eine tolle Sitzanlage sowohl vorne als auch hinten. Alle Schalter und Bedienelemente sind gut erreichbar, auch die Instrumente lassen sich gut ablesen. Zahlreiche Stau- und Ablagefächer sorgen für ein aufgeräumtes Ambiente.

Und weiter …

Was jetzt noch fehlt ist zu schauen wie der Hobel fährt. Also nix wie Motor starten und raus aus dem Parkdeck. Rumms, zwei Kurven weiter hab ich es dann echt geschafft ein Mißverhältniss zwischen Motordrehzahl und eingelegtem Gang zu erzielen und patsch war der Motor abgewürgt – wow. Ist mir gefühlte 10 Jahre nicht mehr passiert :-)
Also einfach etwas drehfreudiger fahren, der Turboaufgeladene 2 Liter kann dies gut vertragen und stellt sein maximales Drehmoment dann bei 1.750 U/min zur Verfügung. Damit geht der 1.470 kg schwere 5-Türer richtig gut nach vorne und quittiert die Tritte aufs Gaspedal mit wirklich kernigem Dieselgebrüll. Wirklich zu hören ist es aber nur wenn ein Fahrer- oder Beifahrerfenster geöffnet ist. Wenn die Bude geschlossen ist, ist der Motor mit einer angenehmen Lautstärke zu hören und verrichtet unauffällig seinen Dienst. Tolles Aggregat!

Reisefreudiges Auto

Auf der Autobahn macht er ebenfalls einen guten Eindruck und ist trotz der höheren Fahrgastzelle bei weitem nicht so wackelig wie erwartet. Schnelle Autobahnkurven auf der A45 absolviert er, zwar mit einer gewissen Längsneigung, gut und sicher. Kein Grund zur Beanstandung, auch nicht wenn es geht die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. VW gibt hier 204 km/h an, laut Tacho waren es 216 km/h – völlig ausreichend! Dabei pendelt sich der Verbrauch, abhängig von der Fahrweise, wie folgt ein:

  • Ruhiges Reisen mit maximal 120 km/h = 4,4 L/100 km*
  • Zügiges Reisen mit Zwischensprints bis max 160 km/h = 4,8 bis 5,1 L/100 km*
  • Knallgas; mit allem was geht bis v/max = 5,9 – 6,1 L/100 km*
    * 1 – 2 Personen mit wenig Gepäck

Der Golf Plus macht auch auf der Autobahn einen guten Eindruck und marschiert auch in hohem gut mit. Dabei kann die v/max wahlweise, mit höherer Drehzahl, im 5.ten oder drehzahlschonend im 6.ten Gang erreicht werden. Die höhere Sitzposition mit dem daraus zu erzielenden besseren Weitblick macht sich dabei auch in Sachen Sicherheit positiv bemerkbar. So langsam verstehe ich warum es so einen Run auf die ganzen Family-Vans und SUV gibt. Alleine das höhere Sitzen ist Zucker! Wie eingangs erwähnt sind die Sitze wirklich klassen. Fein verstellbar, auch in der Höhe, klasse Seitenführung und auch die Lendenwirbelunterstützung sorgen für echten „IndenSitzlümmelcharakter“. Mittelarmlehne einrichten, Lenkrad korrekt einstellen, Tempomat rein und die Reise kann losgehen.

Agiler City-Hopper

Nach dem ganzen Langstreckenlob soll der Golf Plus nun in Köln zeigen was er kann. Hier macht sich die höhere Sitzposition noch positiver als auf der Autobahn bemerkbar. Waren wir aufgrund eingeschränkter Ortskenntnisse mal auf der falschen Fahrspur, ließ sich dies mit einem schnellen Zwischensprint und dem extra Weitblick immer wieder klasse korrigieren. Ein echtes Plus ist dabei der agile und drehfreudige Motor dem nicht anzumerken ist das es sich um einen 2 Liter Diesel handelt. Auch mit seinen Außenabmessungen von knapp 4,2 x 1,76 m ist er noch absolut City-tauglich und schreckt mit einem angenehmen Wendekreis auch vor engeren Parkhäusern nicht zurück. Apropos Parken – da war doch was? Richtig der gute Golf hat ja einen Parkassistenten und dieser hat eigentlich den Zusatz „Fullservice Park Assistent“ verdient.

Park Assist

Der Parklenkassistent „Park Assist“ unterstützt den Fahrer in mehreren Punkten. Zum einen meldet er, nach Aktivierung, ausreichend große Parklücken und unterstützt das Einparken durch entsprechende Lenkbewegungen. Sowohl beim Ein- als auch beim Ausparken, der Fahrer hat hier nur die Kontrolle von Gas und Bremse zu übernehmen. Im Detail gestaltet sich das unterstützte Einparken wie folgt:

VW Park Assist
VW Park Assist (C)

Der Fahrer aktiviert den Parklenkassistenten über den separaten Taster „Park Assist“ in der Mittelkonsole und fährt dann mit maximal 40 km/h und einer Entfernung von 0,5 bis 1,5 m am Straßenrand entlang. „Park Assist“ scannt in der Vorbeifahrt sowohl die rechte als auch die linke Seite, z. B. in Einbahnstraßen, auf vorhandene Parklücken. Über das Setzen des Blinkers bestimmt der Fahrer, auf welcher Straßenseite er einparken möchte. Erkennt der Assistent eine Parklücke, die mindestens 1,1 m länger als das Fahrzeug ist, erscheint in der Multifunktionsanzeige die Meldung „Parklücke erkannt“. Anschließend wird der Fahrer in die richtige Ausgangsposition dirigiert und aufgefordert, den Rückwärtsgang einzulegen. Mit dem Einlegen des Rückwärtsgangs wird der Parklenkassistent zugeschaltet und die automatische Lenkbetätigung aktiviert. Die entsprechende Meldung in der Multifunktionsanzeige lautet „Lenkeingriff aktiv! Umfeld beachten!“. Durch vorsichtiges Gasgeben steuert das Fahrzeug in die Parklücke hinein. Das Ende des Rückwärtsfahrens wird durch die akustischen Parkpiloten angezeigt. Der Fahrer wird durch weitere Bilder im Display aufgefordert, vorwärts, ggf. auch noch einmal rückwärts zu fahren. Die Anzahl der Parkzüge hängt von der Länge der Parklücke ab. Je kürzer die Parklücke, desto mehr Parkzüge sind notwendig. Das System erkennt Parklücken jeder Art (z.B. in Kurven, auf Bordsteinen oder zwischen Bäumen).

Und wer jetzt denkt, das ganze würde arg lange dauern und wer weiss wie den Verkehr aufhalten – Pustekuchen. Gas, Bremse und die Gangwahl macht der Fahrer und der Park Assist alles andere sobald der benötigte Fahrzustand bereit steht. Ruck – zuck ist der Wagen ein- oder ausgeparkt. Ein Traum wenn es dunkel ist und schifft :-)

Ebenfalls ist der Golf Plus auch in solchen Alltagsthemen wie Einkaufen und schwangere Frauen durch die Gegend fahren eine nette Unterstützung. Das Einladen der Einkaufskörbe und Taschen geht super weil der Golf Plus eine angenehm niedrige Ladekante besitzt und so angenehm zu beladen ist. Kinderwagen passt auch gut in den Kofferraum, allerdings kommt dieser dann so langsam an seine Grenzen. Drei- und Lauflernräder passen dann nicht mehr wirklich gut mit rein. Die nicht mehr so agilen Ehefrauen und älteren Verwandten freuen sich über den erhöhten Ein- und Ausstieg :-)

Mein Fazit

Tolles Auto welches mit dem ihm anhaftenden „Rentnerauto“ Image nix am Hut hat. Tolle Übersicht sowohl auf der Autobahn als auch im Citygetümmel. Klasse Sitze, gewohnt gute Ergonomie. Kraftvoller und trotzdem sparsamer Dieselmotor. Tolle Ausstattung im gefahrenen „Style“ Sondermodell.

Links zum Artikel

Auf der hier verlinkten Seite zeigt Volkswagen die Funktionsweise verschiedener Fahrassistenten, auch dem Park Assist.

[box type=infobox]Als ich diesen Wagen über knappe 6 Wochen fahren durfte hatte ich leider nicht einen Gedanken daran später einen Autoblog zu schreiben. Genau deswegen kann ich leider keine eigenen Fotos liefern :-([/box]